\documentclass[12pt,a4paper]{article}
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\begin{document}
\sloppypar
\begin{center}
\textbf{Bemerkungen aus Richard P. \textsc{Feynman}'s Buch "`Vom Wesen
physikalischer Gesetze"' (1964)\footnote{\\ zitiert von Manfred
\textsc{Geilhaupt} in
\mbox{http://www.fh-niederrhein.de/\textasciitilde{}physik07/index.html}}
und Kommentare dazu.}\\
\end{center}
\begin{center}
\emph{Ulrich \textsc{Bruchholz}}\footnote{\\ Dipl.-Ing.
\textsl{Ulrich Bruchholz},~http://www.bruchholz-acoustics.de}\\
{\footnotesize 6. Juli 2006\\}
\normalsize
---
\end{center}

Vorbemerkung:
\emph{Mittlerweile sind 42 Jahre vergangen. In der offiziellen
   Physik wurden die von \textsc{Feynman} angesprochenen Widerspr"uche
   nicht gel"ost. \textsc{Feynman}'s Lehrer \textsc{Wheeler} sieht diese
   Problematik entspannter
   und vermutet hinter all diesen verwirrenden Dingen eine ganz einfache
   grunds"atzliche L"osung oder Einsicht.
   \textsc{Wheeler} soll Recht behalten.}

\begin{enumerate}
\item
   Bisher ist es niemandem gegl"uckt, Elektrizit"at und Schwerkraft zu zwei
   verschiedenen Aspekten ein und der selben Sache zu machen. (S.43)
\begin{itemize}
\item
     Mit der Geometrischen Feldtheorie ist genau das gegl"uckt.
     Diese gemeinsame "`Sache"' ist die Geometrie der in der
     Relativit"atstheorie vereinigten Raumzeit.
\end{itemize}
\item
   Unsere heutigen physikalischen Theorien, die Gesetze der Physik,
   bestehen aus einer Vielzahl verschiedener Teile, die nicht alle
   zusammenpassen. \dots ich kann lediglich "uber die Gemeinsamkeiten der
   verschiedenen Gesetze reden. Der Zusammenhang zwischen ihnen entzieht sich
   unserem Verst"andnis. (S.43)
\begin{itemize}
\item
     Das ist eine treffende Darstellung der Situation. Es hat aber
     keinen Sinn, diese "`Teile"' mit Macht vereinigen zu wollen,
     weil diese auf unterschiedlichen \emph{Methoden} beruhen. Man kann
     nur unter einer Methode vereinigen. Das ist mit Gravitation
     und Elektromagnetismus gelungen. Die Quantenph"anomene werden
     dabei ber"ucksichtigt. Die Ph"anomene wohlgemerkt, nicht die
     Theorie !
\end{itemize}
\item
   Sollten Sie sich eine Theorie "uber einen gemeinsamen Ursprung (von
   elektrischer Kraft und Gravitationskraft) zusammengezimmert haben, m"ussen
   Sie sich fragen, wie solch ein Mi\ss{}verh"altnis (Gr"o\ss{}enunterschied) zustande
   kommen kann. (S.45)
\begin{itemize}
\item
     Es kann extreme Gr"o\ss{}enverh"altnisse geben. Die haben wir zur Kenntnis
     zu nehmen. Der Begriff "`Mi\ss{}verh"altnis"' geh"ort nicht in die
     Naturwissenschaft. Der ist rein subjektiv.
     Es erscheint nicht sinnvoll, die Kr"afte zwischen Ladungen und
     die zwischen Massen (bei gleichem Abstand) zu vergleichen. Das setzt
     sehr willk"urliche Modelle voraus. Dagegen betr"agt der Einflu\ss{} auf
     die Metrik bei einem Radius von $ 10^{-15} $m aus Masse, Spin, Ladung,
     magnetischem Moment jeweils etwa $ 10^{-40} $.
     "Ubrigens ist der Versuch, eine Theorie "`zusammenzuzimmern"',
     von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es ist auch falsch,
     nach einem "`gemeinsamen Ursprung"' zu suchen. Den gibt's nicht.
     Die richtige Frage an die Natur besteht darin, was die konkreten
     Gr"o\ss{}en "uberhaupt sind.
\end{itemize}
\item     
   Einstein mu\ss{}te die Gesetze der Schwerkraft (Newton, Galilei, Keppler)
   in "Ubereinstimmung mit den Prinzipien der Relativit"at ab"andern. Im
   Gegensatz zu Newton's Theorie, dass die Kraft "uberall sofort wirkt, lautete
   Einsteins erster Grundsatz (physikalisches Prinzip der speziellen RT), dass
   sich ``x'' nur mit endlicher Geschwindigkeit ausbreitet. Eine "Anderung
   besagt, alle Massen fallen, Licht hat Energie, und Energie und Masse sind
   "aquivalent. Auch wurde das Schwerkraftgesetz (Newton's Formel) leicht
   modifiziert, gerade genug, um die leichte Abweichung in der Bewegung des
   Merkur zu erkl"aren. (S.45)
\begin{itemize}
\item
     Nicht zu vergessen die vielen Vorhersagen. Die stimmten bisher
     alle, im Gegensatz zu anderen Theorien. Deshalb baut die Geometrische
     Feldtheorie unmittelbar auf der Allgemeinen Relativit"atstheorie auf.
\end{itemize}
\item
   Eine Theorie der Quantengravitation besitzen wir nicht, ist es doch bis
   jetzt nicht gelungen, eine wirklich "uberzeugende Theorie aufzustellen, die
   die Unsch"arferelation und die Prinzipien der QM ber"ucksichtigt. (S.46)
\begin{itemize}
\item
     Das geht auch nicht. Gravitation ist au\ss{}erdem ein Feld und als
     solches nicht quantisiert.
     Die Unsch"arferelation ist eine Kategorie aus der Systemtheorie.
\end{itemize}
\item
   Nun werden Sie sagen: "`Gut, Sie haben uns zwar gesagt, was passiert,
   aber nicht, was die Schwerkraft ist und woher sie kommt. Sie wollen uns
   doch nicht weismachen, dass ein Planet zur Sonne schaut, feststellt, wie
   weit er entfernt ist, zu rechnen anf"angt und beschlie\ss{}t, sich mit einer
   Schnelligkeit zu bewegen, wie sie ihm das Gesetz befiehlt, also umgekehrt
   proportional zur Entfernung?"' Mit anderen Worten, obwohl ich Ihnen das
   mathematische Gesetz gegeben habe, habe ich Ihnen nichts von dem
   Mechanismus verraten. (siehe 11) (S.46)
\begin{itemize}
\item
     Zustimmung.\\
     Was die Schwerkraft ist, l"a\ss{}t sich noch feststellen. Die Frage,
     woher sie kommt, wird von der Natur grunds"atzlich nicht beantwortet.
\end{itemize}
\item
   Zum Schluss dieser Vorlesung m"ochte ich auf einige Eigenschaften
   hinweisen, die die Schwerkraft mit den anderen Gesetzen gemein hat.
   Erstens wird sie mathematisch ausgedr"uckt; die anderen ebenfalls. Zweitens
   ist das Gesetz nicht genau. Einstein mu\ss{}te es modifizieren und trotzdem
   stimmt es noch immer nicht ganz, da wir noch die Quantentheorie
   einarbeiten m"ussen. Das Selbe trifft auch f"ur alle anderen Gesetze zu, sie
   sind durch die Bank nicht exakt. Bei allem bleibt ein Rest von Geheimnis,
   "uberall m"u\ss{}ten wir noch etwas einflicken. (S.46)
\begin{itemize}
\item
     Warum \emph{mu\ss} die Quantentheorie eingearbeitet werden ? Was soll
     dieses Flickwerk ? Die unterschiedlichen Methoden passen nie zusammen.
     Nat"urlich muss eine umfassende Theorie die Quantenph"anomene
     ber"ucksichtigen. Diese sind nicht gleichbedeutend mit Quantentheorie !
     (Die geometrische Feldtheorie ber"ucksichtigt die Quantenph"anomene.)
\end{itemize}
\item
   Es ist ohne weiteres m"oglich, die Prinzipien so vollst"andig zu
   erfassen, dass nicht der geringste Spielraum bleibt, um an den Gesetzen
   (Gleichungen/Formeln) zu deuteln. Die Gravitation ist einfach und sch"on.
   Das hei\ss{}t einfach in ihrer Struktur, nicht in den Auswirkungen. Die
   Bewegungen der verschiedenen Planeten, die sich wieder beeinflussen, zu
   bestimmen, kann ein hartes St"uck Arbeit sein, und die Bahnen aller Sterne
   in einem Kugelhaufen zu verfolgen, "ubersteigt vollends unser Verm"ogen.
\item
   Um es kurz zu machen, die Rolle der Mathematik in der Physik ist bei
   der Diskussion der einzelnen Vorg"ange in komplizierten Situationen nicht
   zu "ubersch"atzen, schlie\ss{}lich garantiert die Mathematik die Grundregeln
   des Spiels. (S.49)
\item   
   Sonderbar in der Physik ist, dass wir, um die Grundgesetze
   auszudr"ucken, noch immer die Mathematik brauchen. (S.49) (Manfred's
   pers"onliche Anmerkung: Aus Grundprinzipien sollen sich die Gesetze der
   Physik herleiten lassen. Siehe Einstein, der aus dem Prinzip "`tr"age Masse
   ist von schwerer Masse nicht zu unterscheiden"' das Newtonsche
   Gravitationsgesetz hergeleitet hat)
\begin{itemize}
\item
     In der Geometrie treffen sich Mathematik und Physik :-)
\end{itemize}
\item
   Das Gravitationsgesetz (Newton's Formel ist hier gemeint) ist in
   gewisser Weise ein mathematisches Gesetz, und man fragt sich, wie es den
   Rang eines fundamentalen Gesetzes beanspruchen kann? (vergl. 6) Zig Leute
   haben versucht, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und Newton
   vorgeworfen: "`Ihre Theorie besagt doch nichts."' Worauf er erwiderte: "`Ich
   habe Ihnen gesagt, wie sich der Planet bewegt. Das sollte Ihnen gen"ugen.
   Ich habe Ihnen gesagt, wie er sich bewegt, nicht warum."' H"aufig aber
   wollen sich die Leute nicht zufrieden geben, ehe sie nicht den Mechanismus
   kennen. (S.51)
\begin{itemize}
\item
     Die Leute sehen nicht, dass es keinen "`Mechanismus"' gibt. Die
     Mathematik hilft aber, Zusammenh"ange zu begreifen. Beschleunigung
     und Gravitation finden wir so im Kr"ummungsvektor wieder.
\end{itemize}
\item
   Nehmen wir an, dass "uberall in der Welt eine Menge Teilchen herum- und
   mit gro\ss{}er Geschwindigkeit durch uns hindurchfliegen. Sie kommen
   gleicherma\ss{}en aus allen Richtungen, schie\ss{}en vorbei, treffen uns aber
   immer wieder einmal wie bei einem Bombardement. Wir und die Sonne sind
   praktisch durchl"assig f"ur sie - praktisch aber nicht vollst"andig, denn
   einige treffen. Ohne unsere Sonne w"urde die Erde von allen Seiten
   gleichm"a\ss{}ig von Partikeln bombardiert und erhielte durch den Aufprall der
   wenigen, die treffen, b"ang, b"ang, kleine Impulse. Da von der einen so
   viele k"amen wie von der anderen, von oben so viele wie von unten, w"urde
   die Erde nicht in eine bestimmte Richtung bugsiert. Da jedoch die Sonne
   vorhanden ist, werden die aus dieser Richtung kommenden Partikel zum Teil
   von der Sonne absorbiert. Die Sonne bildet so ein Hindernis, weshalb aus
   ihrer Richtung weniger Teilchen kommen als von der anderen Seite \dots Deshalb
   wird es einen Impuls in Richtung zur Sonne geben. Ist die Sonne weiter
   weg, wird sie kleiner und zwar umgekehrt proportional zur Entfernung. Das
   ganze ist im Grunde nur eine Sache anrennender Teilchen. Die Geschichte
   hat nur einen Haken, sie funktioniert nicht, wenn auch aus anderen
   Gr"unden. Jede Theorie, die aufgestellt wird muss auf alle m"oglichen Folgen
   analysiert werden. Schlie\ss{}lich will man sicher gehen, dass sie nicht etwas
   anderes vorhersagt. Und diese hier sagt in der Tat etwas anderes vorher.
   Da sich n"amlich die Erde bewegt, wird unser Globus vorne von mehr
   Partikeln getroffen als von hinten Womit eine Kraft entsteht, die sich der
   Bewegung entgegenstemmt. Diese Kraft w"urde die Erde auf ihrer Bahn
   bremsen, so dass sie gewi\ss{} nicht 3 Milliarden Jahre kreisen w"urde. Damit
   ist diese Theorie erledigt.  Trotzdem - sagen Sie - war es eine gute
   Theorie, hat sie mich doch eine zeitlang von der leidigen Mathematik
   befreit. Vielleicht kann ich mir eine bessere Theorie zurechtlegen.
   Vielleicht gelingt es Ihnen? Immerhin kennt niemand den letzten Grund. So
   haben wir bis heute kein anderes Modell der Gravitationstheorie als die
   mathematische Formel. (S.52-53)
\begin{itemize}
\item
     Na ja, die Geometrie ist mehr als eine mathematische Formel.
     Wahrscheinlich ist die Geometrie der "`letzte Grund"', wie ihn
     \textsc{Feynman} meint.
\end{itemize}
\item     
   Jedes unserer Naturgesetze ist eine rein mathematische Aussage einer
   ziemlich komplexen abstrusen Mathematik. Warum? Ich habe keine blasse
   Ahnung. So leid es mir tut, es scheint nun einmal unm"oglich zu sein, die
   Sch"onheiten der Naturgesetze ohne Schummelei auf eine Weise zu erkl"aren,
   dass auch Nichtmathematiker sie empfinden k"onnen. (S.53)
\begin{itemize}
\item
     Die Mathematik ist abstrus, solange die Zusammenh"ange fehlen.
     Unter dem Dach der Geometrie entfaltet sich die ganze Sch"onheit
     der Naturgestze.
\end{itemize}
\item     
   Immer wieder stellt sich jedoch heraus, dass sich die gro\ss{}en
   Entdeckungen samt und sonders von ihnen (konkreten Modellen) entfernen und
   viel abstraktere Formen annehmen, kurzum, dass Modelle f"ur die wirklich
   gro\ss{}en W"urfe nichts taugen. "`Dirac"' erriet die konkreten Gesetze der
   relativistischen Quantenmechanik im wahrsten Sinne des Wortes. Er stellte
   eine Gleichung auf und hatte damit das Gesetz entdeckt. \dots Dagegen k"onnen
   alle Versuche, sie durch philosophische Prinzipien zu erfassen oder durch
   die Einbildung sich auszudenken, einpacken. (S. 74)
\begin{itemize}
\item
     Die von Dirac "`erratenen Gesetze"' sind auch sehr modellbezogen,
     und es ist nur folgerichtig, dass sich die Entdeckungen immer mehr
     von spezifischen Modellen entfernen. Das einzige Prinzip, das
     sich bisher bew"ahrt, ist die Geometrie. Sie hat sich f"ur die
     Gravitation voll bew"ahrt, und erf"ahrt ihre Kr"onung in der
     Geometrischen Feldtheorie, wo auch die Geometrie der elektromagnetischen
     Felder gekl"art wird. Die Quantenph"anomene werden dabei nicht au\ss{}er
     Acht gelassen.\\
     Es wird offenkundig, dass die Geometrie mehr ist als ein Modell.
\end{itemize}
\end{enumerate}
\end{document}

